Faszinierende Tänze und echtes irisches Lebensgefühl

Faszinierende Tänze und echtes irisches Lebensgefühl

MOZ

vom  19.11.2018

Fast unbeweglich steht der Oberkörper im Scheinwerferlicht, während die Füße unaufhörlich klicken und klacken. Weit mehr als 130 Mal in der Minute, also fast so schnell wie bei der Punk-Musik. Ausgestattet mit moderner Bühnentechnik scheinen die Tänzer Mikrofone an den Füßen zu haben, die jeden Klick und jedes Klack noch verstärken.

Traditionell tragen die Herren eine schwarze Hose und ein weißes Hemd, die Damen üblicherweise schwarze Strumpfhosen, am Freitag begeisterten die Tänzerinnen das Publikum auch in bunten, farbenfrohen Röcken und Glitzeroberteilen. Die Vorträge waren in eine Geschichte eingebunden, Dancemaster Patrick liebt Kate, die ist mit Kevin befreundet, der wiederum mit Patrick und, und, und.

Böse Elfen verfolgen Patrick in seinen Träumen, irgendwann träumt er, er lebe in Irland im 18. Jahrhundert, als Dance-Masters über die Dörfer zogen und der Dorfjugend den Stepptanz beibrachten, der später als „Irish Dance“ auch in die USA exportiert wurde, und von Fred Astaire, Ginger Rodgers, Sammy Davies junior und dem von ihm besungenen Mr Bill „Bojangles“ Robinson zur Perfektion des Stepdance gebracht wurde.

Da stand nun der Dancemaster – dem man im alten Irland auch schon mal die Tür aus der Angel gehoben hatte, damit er darauf seine Künste zeigen kann – vor der Dorfjugend, die Jungen mit hochgekrempelten Hosen und barfuß, die Mädchen artig in langen Röcken. Und es ist so, wie noch heute in der Tanzstunde, die Mädchen sind gelehriger, haben den Rhythmus und die Technik des Klick und Klack schneller raus als die Jungs.

Bilder und Bericht von Wolfgang Gumprich in der MOZ vom 19.11.2018.

Den vollständiger Bericht lesen Sie hier: https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1692812/